Beton ist einer der wichtigsten Baustoffe weltweit

Transportbeton ist in Schleswig-Holstein und Deutschland ein bewährtes regionales Spitzenprodukt. Das ist auch gut.  

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Kiel/Schleswig-Holstein. Transportbeton wird überwiegend regional hergestellt und im Radius von weniger als 20 Kilometer verarbeitet. Nun plant die EU-Kommission eine europaweit einheitliche Norm für Transportbeton. Der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein warnt: Eine solche Harmonisierung könnte ein gut funktionierendes System unnötig verkomplizieren und das Bauen verteuern. 

„Transportbeton härtet schnell aus und muss daher nicht europaweit transportiert oder harmonisiert werden. Unser sehr gut funktionierendes System der Betonnormen in Deutschland müsste aufwendig geändert werden. Die erheblichen Mehrkosten könnten für kleinere Baustoffhersteller sogar existenzbedrohend sein. In jedem Fall wird damit Bauen teurer!“, so BGV- SH Hauptgeschäftsführer Jan Christian Janßen. 

Die geplante Harmonisierung ist Teil der neuen EU-Bauproduktenverordnung. Der Baugewerbeverband Schleswig-Holstein sieht darin vor allem Probleme für regionale Baustoffhersteller: Unterschiedliche klimatische Bedingungen und technische Anforderungen lassen sich aus Sicht des schleswig-holsteinischen Baugewerbes nicht sinnvoll in einer einheitlichen europäischen Norm abbilden. Auch Anpassungen an neue technische Entwicklungen könnten durch ein europaweites Normungsverfahren deutlich langsamer werden.

Der Baugewerbeverband fordert deshalb, den europäischen Normungsprozess zu stoppen und den Grundsatz der Subsidiarität zu wahren: „Was vor Ort regional geregelt werden kann und bereits erfolgreich geregelt ist, sollte keinesfalls von europäischer Stelle in Brüssel „neu“ vorgegeben werden“, so Janßen.

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