Klimawesen

Die Landesregierung möchte Schleswig-Holstein zum ersten klimaneutralen Industrieland machen. Daran wird sich die neue Landesregierung messen lassen müssen und wollen. Wir haben uns seitens der baugewerblichen Verbände bemüht, unserer Impulse für mehr Nachhaltigkeit in die Formulierung des neuen Koalitionsvertrag einzubringen. Dem gingen viel Einzelgespräche mit Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft voraus. In diesen Gesprächen haben wir das Fachwissen aus der Praxis unserer Mitglieder unseren Gesprächspartnern unterbreitet und sind zumeist auf offene Ohren gestoßen.

Aus unserer Sicht hat Nachhaltigkeit im Bauwesen mehrere Voraussetzungen:

  • Konsens hinsichtlich politischer und gesellschaftlicher Zeile
  • Wissen bezüglich Branchenstandards
  • Gespür für Trends
  • Innovationsgeist in den Unternehmen
  • Transparenz in Diskussion und Handeln

Entlang dieser Leitlinie diskutieren wir in unsere Arbeitskreis über Nachhaltigkeit im Bauwesen. Offen und neugierig, verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet.

Klicken Sie auf einen der gezeigten Bereiche um mehr darüber zu erfahren.



Leitfäden / Checklisten

Wohngebäude gegen Extremwetter wappnen

Nur ein kleiner Teil der Wohngebäude in Deutschland ist an extreme Wetterereignisse wie Hitze und Starkregen angepasst. Dabei sind die Folgen des Klimawandels schon heute spürbar. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat deshalb eine neue Broschüre veröffentlicht, die Planungsempfehlungen für klimaangepasstes Bauen enthält. Sie richtet sich an Architektinnen und Architekten, Bauwillige, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer sowie an fachlich Interessierte.

 

Hier finden Sie die Broschüre

ZDB-Broschüre "Gemeinsam nachhaltig bauen"

Die Broschüre "Gemeinsam nachhaltig bauen" vom ZDB Baugewerbe ist erschienen und informiert detailliert über die Positionen zum Thema Nachhaltigkeit.

Wie kann nachhaltiges Bauen aus Sicht der ausführenden Bauunternehmen aussehen? Und welche baupolitischen Maßnahmen sind zur Förderung der Nachhaltigkeit im Baugewerbe notwendig? Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat eine neue Broschüre veröffentlicht, die sich mit der Beantwortung dieser Fragen beschäftigt.

Nachhaltigkeit als Leitmotiv für zukunftsorientiertes Bauen verbindet einen verantwortungsvollen Klima- und Umweltschutz mit dem Schaffen dauerhafter, werthaltiger und bezahlbarer Bauwerke, deren Substanz am Ende des Lebenszyklus recycelbar oder anderweitig verwertbar ist. Insofern muss nachhaltiges Bauen nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern immer auch wertbeständig und sozialverträglich sein.

Diese drei Grundpfeiler der Nachhaltigkeit sowie die Überzeugung, dass diese immense Herausforderung ein gemeinschaftliches, ambitioniertes Handeln aller Akteure der Wertschöpfungskette Bau voraussetzt, bilden die Basis für die neue ZDB-Broschüre „Gemeinsam nachhaltig bauen“.

Mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks werden die Positionen und Forderungen des Baugewerbes dargestellt. Zudem wird für die kommende Legislaturperiode die Einrichtung einer Reformkommission „Nachhaltiges Bauen“ vorgeschlagen.

 

Hier finden Sie die Broschüre

 


Finanzierung / Fördermittel

Energetische Optimierung von KMU

Die IBSH fördert Beratungen zur Vorbereitung von Investitionen und Maßnahmen in kleinen und mittleren Unternehmen bezüglich Energiemanagement. (kontinuierliches Förderprogramm - kein Bewerbungsschluss)

Das Land fördert Beratungen zur Vorbereitung von Investitionen und Maßnahmen, die zur Verstetigung von bereits initiierten betrieblichen Energiemanagementmaßnahmen führen sollen. Ziele dabei sind:

  • Langfristige Senkung des Gesamtenergieverbrauch eines Unternehmens
  • Kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz
  • Verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien
  • Verstetigung von Prozessen energetischer Optimierung im Sinne eines dauerhaft betrieblichen Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001

Antragsberechtigt sind KMU mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der IBSH.


Seminare / Veranstaltungen

Seminare zum nachhaltigen Bauen bietet die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen regelmäßig an. Die DGNB Akademie hat ihr Seminarprogramm 2022 rund ums Thema »nachhaltiges Bauen« veröffentlicht.

Im Fokus stehen dabei die Themenfelder »KlimaneutraleGebäude«, »Circular Economy«, »Biodiversität« und »Urbane Zukunft«. 

Mehr Informationen

 

Watch out:

Am 09.10.2023 referiert Herr Dipl.-Ing. Architekt Stephan Horschler aus Hannover zum Thema " Neues zum Energiesparrecht - Nachhaltigkeitsbewertungen wichtiger denn je !"

Mehr Informationen finden Sie demnächst hier

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Strategie

Klimaschutz bei der Existenzgründung

Wie sehr Klimaschutz heute bereits Wirtschaftsabläufe bestimmt, wird gut durch ein aktuelles Infoblatt der KfW deutlich. Klimaschutz wird bei Existenzgründungen in der Regel mitgedacht. Das wird zunehmend auch bekannte Abläufe in der Bauwirtschaft in den Fokus rücken. Mit der Überlegung, sie unter Klimagesichtspunkten zu überprüfen und ggf. neu auszurichten - eine strategische Herausforderung. Hier geht es zum Infoblatt

Nachhaltig bauen - wir bauen SH mit IQ! Fünf Thesen zur Diskussion

Ausgangslage

Die Anforderungen an Baumaterialien und Bautechniken haben sich in den letzten Jahren stetig verändert (GEG, EnEV, KFW Förderbedingungen, KlimaschutzG etc). Das Baugewerbe findet seit jeher stets Lösungen zur Umsetzung baulich erforderlicher Maßnahmen. Deshalb ist das Baugewerbe Schleswig Holstein bereit und imstande, die kommenden Herausforderungen zur Klimaneutralität beim Bauen maßgeblich mitzutragen. Praxisorientiert, meisterhaft und in Innungsqualität.

 

These 1

Das größte Potenzial hinsichtlich der klimaneutralen Bauwirtschaft ist im Bestand zu finden. Mit Blick auf die Gebäudetypologie in unserem Land gibt es jedoch verschiedene Möglichkeiten, diese Ziele zu erreichen. Wir unterstützen die Position der Kieler Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen vom Februar diesen Jahres: Vernünftig gesetzte Ziele sollen technologieoffen erreicht werden.

 

These 2

Als kontraproduktiv bewerten wir Ansätze, Ziele, Methodik und Herangehensweise beim Bau zu kleinteilig definieren zu wollen. Freiere planerische Entscheidungen beim Bauen können Kreativität der Bauherren für den Klimaschutz am Bau fördern und so unser gesellschaftliches Vorhaben beflügeln.

 

These 3

Klimaneutralität als klimapolitisches Ziel muss als Life-Circle-Betrachtung bei Bauwerken praktisch umsetzbar sein. Der Nutzwert der Maßnahme muss im Einklang mit dem ökonomischen Aufwand zur Zielerreichung stehen. Das gelingt im konstruktiven Miteinander der am Bau Beteiligten.

 

These 4

Öffentliche Auftraggeber sind Vorbilder im Hinblick auf nachhaltiges Bauen. Sie haben beim Blick auf das Leistbare die Ermessensausübung im Blick und erreichen projektierte Ziele durch angemessene technologieoffene Ausschreibungen.

 

These 5

Die bauwirtschaftliche Seite wird mit Aus- und Fortbildungsmaßnahmen zur Zielerreichung qualifizierend unterstützt. So gewinnen Bauunternehmen und Betriebe beständig neues Know-how, neue Anforderungen technisch, sachgerecht zu sichern und die vorhandenen technischen und DIN-Vorschriften einzuhalten. Dabei hilft u.a. die anerkannte akkreditierte Zertifizierungsstelle Zert-Bau, Berlin.

 

Ausblick

Neubauförderung und Förderung der Bestandssanierung sollten intelligent verzahnt ermöglicht werden. Die Erwartung einer just in time Umsetzung und Wirkung ist unrealistisch. Die Umsetzung sich ändernder Vorgaben mit unmittelbarer Wirkung in vorhandenen Bauprojekte ist allenfalls im Einzelfall möglich. Baubetriebe brauchen Übergangsfristen, Anreize und zusätzliches Fachpersonal.

 

 

 


Vertragsformulierungen

Nachhaltigkeit als Beschaffenheitsvereinbarung im Bauvertrag

Das Thema Nachhaltigkeit wird von Baubetrieben im Rahmen eines Marketingkonzepts vermehrt aufgegriffen, da Nachhaltigkeit seit Jahren öffentlichkeitswirksam forciert wird. Es existieren aber weder belastbare, vereinheitlichte Methoden zur Wirkungsmessung noch gesetzliche Definitionen und Kennzeichnungen für den Bau.

 

Mangels klarer und praktisch umsetzbarer Vorgaben ist bei der Beschreibung eines Bauwerks als „nachhaltig“ Vorsicht geboten. Zunächst im Hinblick auf Werbeaussagen. Wer mit Nachhaltigkeit wirbt (z.B. im Internet), ohne dies inhaltlich im Bauwerk umzusetzen, kann sich wegen sog. Greenwashings („sich ein grünes Mäntelchen umhängen“, um den Trend zu nutzen) mit dem Vorwurf irreführender, unlauterer Werbung konfrontiert sehen.

 

Vor allem kann die Auslegung des Vertrags ergeben, dass es sich bei der Beschreibung von Bauleistungen als „nachhaltig“ nicht bloß um eine unverbindliche Werbeaussage, sondern um eine verbindliche Beschaffenheitsvereinbarung für das konkrete Bauwerk handelt. Wird diese Beschaffenheit nicht erreicht, ist das Werk mangelhaft. Eine solche (stillschweigende) Beschaffenheitsvereinbarung kann sich beispielsweise aus Werbeaussagen in Prospekten oder auf der Internetseite des Unternehmens ergeben.

Weitere Informationen


Beispiele aus der Praxis

Nachhaltiges Bauen und Wohnen wird schon lange gedacht, besprochen und gemacht - Beispiele dafür findet

man in diesen Publikationen vom Umweltbundesamt hier und dem Öko-Institut e.V. hier .

Gerne nehmen wir an dieser Stelle auch ihr aktuelles Beispiel aus der heutigen Praxis auf.

 

Sprechen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns jetzt an:

Jan Christian Janßen

0431 - 535470

janssen@bau-sh.de

 

 

 


Kommunikation

Ziele für Nachhaltige Entwicklung werden mit mehr als 70 Indikatoren als Downloadtabelle sowie weiteren Veröffentlichungen vom gemeinsamen Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder anschaulich in einem Dashboard dargestellt. Hier wird zu jedem Nachhaltigkeitsziel eine Auswahl an Indikatoren für die einzelnen Bundesländer visualisiert.

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